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Brücke zwischen Interventionen und Hirnmechanismen bei Autismus (BIMA)

Therapeutin mit junger Patientin

Teilnehmende gesucht!

Die BIMA-Studie untersucht, wie Menschen mit Autismus Sinneseindrücke und soziale Situationen erleben und verarbeiten. Gleichzeitig möchten wir herausfinden, ob ein neu entwickeltes Training mit virtueller Realität (VR) dabei helfen kann, den Umgang mit reizintensiven und sozial schwierigen Situationen im Alltag zu erleichtern.

Worum geht es in der Studie?

Menschen im Autismus-Spektrum erleben Sinnesreize wie Geräusche oder Licht, sowie soziale Situationen oft anders als neurotypische Menschen. Diese Unterschiede können den Alltag erschweren und zu grossem Stress führen. Im Rahmen der BIMA-Studie untersuchen wir, wie sich diese Unterschiede im Verhalten und im Gehirn zeigen und weshalb manche betroffenen Menschen besser auf bestimmte Behandlungen ansprechen als andere.

Was erwartet die Teilnehmenden?

Zu Beginn findet ein erster Termin statt, bei dem wir gemeinsam prüfen, ob die Studie für die Person geeignet ist. Zusätzlich gibt es zwei Studientage am Universitätsspital Zürich, einen vor dem VR-Training und einen nach dem VR-Training. An diesen Tagen führen wir verschiedene Untersuchungen durch. Dazu gehören Fragebögen, Verhaltensaufgaben und eine Magnetresonanztomographie (fMRT). Mit dem MRT können wir sowohl die Struktur des Gehirns anschauen als auch sehen, wie es während den Aufgaben arbeitet.

Zwischen den beiden Studientagen nehmen die Teilnehmenden während acht Wochen an einem Training mit VR teil. Dabei tragen sie eine VR-Brille und tauchen in realitätsnahe virtuelle Situationen ein. Die Teilnehmenden werden zufällig zu einem von zwei VR-Programmen zugeteilt. In einem Programm üben sie den Umgang mit reizintensiven und sozial herausfordernden Alltagssituationen, zum Beispiel in einem Restaurant oder in der Schule. Im anderen Programm durchlaufen sie ein Achtsamkeitstraining in einer entspannenden virtuellen Umgebung. Beide Programme haben das Ziel, neue Erfahrungen in einer sicheren und kontrollierten Umgebung zu ermöglichen und Strategien für belastende Situationen zu erlernen. Die VR-Sitzungen dauern jeweils 10 bis 30 Minuten und sollen mindestens viermal pro Woche selbstständig zu Hause durchgeführt werden. Während der acht Wochen finden zusätzlich drei bis vier begleitende Therapiesitzungen vor Ort statt.

Wieso ist die Studie relevant?

Menschen im Autismus-Spektrum unterscheiden sich stark darin, wie sie Sinnesreize verarbeiten und soziale Situationen erleben. Diese Unterschiede können auch beeinflussen, wie gut verschiedene Behandlungsansätze wirken. Mit der BIMA-Studie möchten wir deshalb besser verstehen, welche individuellen Merkmale damit zusammenhängen, wie gut Teilnehmende auf die VR-Intervention ansprechen. Langfristig soll dieses Wissen dazu beitragen, Behandlungen gezielter auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen im Autismus-Spektrum abzustimmen und sie im Umgang mit sensorischen und sozialen Herausforderungen im Alltag besser zu unterstützen.

Die BIMA-Studie wird vom Forschungsschwerpunkt AdaBD - Adaptive Brain Circuits in Development and Learning der Universität Zürich finanziert. Sie ist eine Kollaboration der Kinder- und Jugendpsychiatrie Zürich und dem Zentrum für Neuroökonomie Zürich.

Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene mit einer offiziellen Autismus-Spektrums-Störung im Alter von 15-25 Jahren. 

Zusätzlich sind wir auf der Suche nach Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Autismus-Spektrums-Störung im gleichen Alter. Diese Vergleichsgruppe hilft uns, Unterschiede und Gemeinsamkeiten besser zu verstehen.

Haben Sie oder Ihr Kind Interesse, an unserer Studie teilzunehmen? 

Dann finden Sie hier den Flyer zur Studie (PDF, 392 KB) (PDF). 

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte per E-Mail bei:

Noemie Hehl, MSc. Maya Schneebeli, Dr.
noemie.hehl@uzh.ch maya.schneebeli@uzh.ch

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